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Zur Saison 2010/11 übernahm der ehemalige Spielberger Sebastian „Effe“ Weber das (Spieler)-Traineramt beim SVL. Zum damaligen Zeitpunkt wusste noch niemand, dass Weber eine Ära begründen würde. Völlig souverän mit 13 Punkten Vorsprung wurde das Team bei nur einer Saisonniederlage und einem Torverhältnis von 97:25 souveräner Meister der Kreisliga Karlsruhe, rechtzeitig in seinem 90. Jubiläumsjahr!

Eigentlich hatte man den festen Willen das „Double“ mit Meisterschaft und Pokalsieg in einer Woche perfekt zu machen. Aber es kam leider ganz anders. In der Verlängerung des Endspiels um den Hoepfner-Cup unterlag man in Stupferich dem FC Berghausen mit 1:2. Drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung nutzte dann der Gegner eine Unachtsamkeit in der SVL Abwehr und erzielte den alles im allem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Siegtreffer für Berghausen und sicherte den Pfinztälern den Kreispokalsieg 2011.

Nach dem Aufstieg erreichte der SVL in der Saison 2011/12 den 10. Platz in der Landesliga Mittelbaden. Natürlich gab es die für einen Aufsteiger üblichen Aufs- und Abs innerhalb der Saison, alles in allem wurde das Ziel Klassenerhalt aber relativ ungefährdet bei 9 Siegen, 5 Unentschieden und 14 Niederlagen erreicht.

Im Sommer 2011 wurde auch die Komplett-Renovierung des Stadions (unter Federführung der Abteilung Leichtathletik) abgeschlossen, sodass bei Heimspielen nunmehr ein großes Stadiondach die Besucher vor Sonne und Regen schützt. Die Fussballer des SVL verlegten nun ihre Heimspiele wieder zurück ins Stadion, der eigene obere Platz dient weiterhin der Jugend als Spielfeld und natürlich Trainingsfläche.

Diese neuen, sehr guten äußeren Bedingungen schienen auch die Mannschaft in der Folgesaison zu beflügeln. Denn wer hätte gedacht, dass unsere Mannschaft am Ende der Punkterunde 2012/13 so weit vorne steht und die Chance hatte, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Verbandliga aufzusteigen? Dabei startete die Weber-Truppe mit einer deftigen 3:6 Niederlage bei der SpVgg Durlach-Aue in die Spielzeit. Doch schon am 4. Spieltag grüßte man von Platz 1 der Tabelle und am Ende der Vorrunde belegte man einen hervorragenden zweiten Platz. Zwar ging der Rückrundenauftakt, wie gefühlt jeder Neustart in eine Halbserie, mit einer vermeidbaren Niederlage in Kronau in die Hose, doch war dies nur der Auftakt zu einer Erfolgsserie, an deren Ende ein verdienter 2. Tabellenplatz hinter den Kickers aus Pforzheim stand. So musste bzw. durfte die Mannschaft gegen den zweitplatzierten der Landesliga Odenwald, die SpVgg Neckarelz 2 zur Aufstiegsrelegation antreten. Leider ging das Spiel mit 1:2 in Eppingen verloren. Neckarelz sicherte sich dann durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen den ASV Durlach schließlich den Verbandsligaaufstieg.

Nach insgesamt 13 Jahren und ca. 500 Spielen musste der SVL zur Saison 2013/14 seinen Spieler Michael Zankoff verabschieden. Von Karl Kornmüller 2000 geholt hatte er beim SVL insgesamt 13 Trainer (!) genossen. Es waren: Guido Röder, Raimund Krauth, Wolfgang Trapp, Sven Kuhlmann, Rolf Maier, Peter Masino, Dzemal Czerovac, Michael Künast, Harald Heck, Thomas Guthmann, Michael Ginter und zuletzt Sebastian Weber.

In der folgenden Saison sollte die Mannschaft ebenfalls im oberen Drittel der Landesliga mitspielen, der große Wurf gelang jedoch nicht. Sowohl in der Hinrunden- als auch in der Rückrundentabelle war man Fünfter, ebenso in der Heim- wie in der Auswärtstabelle. Nur folgerichtig schloss man die Saison als Tabellenfünfter ab.

Trotz des jüngsten Kaders der Landesliga Mittelbaden sollte auch die Saison 2014/15 sehr erfolgreich verlaufen. Als Hauptkonkurrenten um eine Top-Platzierung stellte sich der ASV Durlach und der 1. FC Birkenfeld dar. Gerade die Spiele gegen den Karlsruher Stadtteilverein waren von Dramatik geprägt. In der Vorrunde bezwang der SVL die Durlacher im eigenen Stadion mit 1:0, wobei der ASV früh einen Spieler mit Gelb/Rot verlor und es in der Nachspielzeit mit je einem weiteren Platzverweis für beide Teams hoch her ging. Aber auch das Rückspiel hatte es in sich, lag der SVL doch nach gerade einmal 25 Minuten bereits mit 0:3 Toren zurück und es drohte ein Debakel. Schließlich blieb es bei diesem Spielstand und Durlach stieg als Tabellenerster in die Verbandsliga auf. Der SVL erreichte den 3. Platz und verpasste den Relegationsrang nur um zwei Punkte.

Zum Abschluss der Saison vergab der Badische Fußballverband das Pokalfinale zwischen dem FC Nöttingen und dem SV Spielberg nach Langensteinbach. Höchst professionell wurde dieses Großevent von Seiten der Fußballer des SVL organisiert, sodass 3.800 Besucher im Stadionrund Platz fanden und für eine (bislang) einmalige Kulisse an der Wagenburg sorgten, die nun seit 2016 den Namen „Sonotronic Sportpark“ trägt. Bereits Ende dieses Jahres wurde Seitens der Fußballer das Projekt „grüner Hartplatz“ in Angriff genommen. Aus dem ehemaligen Tennenplatz, der seine besten Zeiten schon seit Jahren hinter sich hatte, wurde unter hohem finanziellen Einsatz und vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ein weiteres Rasenspielfeld geschaffen. Der SVL verfügt nun seit 2018 über ein Vorzeigesportgelände mit drei Rasenplätzen und Flutlicht, welches in der Umgebung wohl einmalig sein dürfte.

Die Spielzeiten 2015/16 sowie 2016/17 beendete der SVL jeweils auf dem 5. Tabellenplatz, fernab aller Abstiegssorgen.

Recht spannend machte es unsere erste Mannschaft in puncto Abstiegskampf jedoch in der Saison 2017/18. Unter anderem großes Verletzungspech bei einem eher kleinen Kader war eine der Ursachen für das sportlich schwache Abschneiden in der letzten Saison von Trainer Sebastian Weber. Der SVL beschloss die Saison dann doch noch als Tabellenzehnter, wo man anhand der Ergebnisse auch hingehörte. Eine durch und durch durchschnittliche Saison ging nochmal gut aus.

Lobende Worte und viel Applaus gab es bei der Verabschiedung für Sebastian „Effe“ Weber, der nach insgesamt 8-jähriger, erfolgreicher Arbeit sein Engagement beim SVL auf eigenen Wunsch beendete. Unter dem Trainer Weber hatte sich der SVL stetig auf gehobenem Landesliganiveau weiterentwickelt.

Mit Marius Mößner, langjährigem Spieler und Co-Trainer unseres Nachbarvereins SV Spielberg, verpflichtete der SVL zur Saison 2018/19 einen neuen Mann auf der Kommandobrücke. Begonnen hatte die Saison mit einem überraschenden Auswärtssieg beim Waldbronner Nachbarn aus Reichenbach, gegen dem man zum Ende der letzten Saison noch eine empfindliche Heimniederlage bezog. Es folgte ein souveräner Heimsieg gegen der Verbandsligaabsteiger aus Durlach, ehe man gegen den „Angstgegner“ aus Kirchfeld die erste Niederlage bezog. Ende September stand man nach vier Niederlagen in Folge sogar wieder im unteren Tabellenbereich, ehe sich die Mannschaft wieder fing und vier Siege in Folge feiern konnte. So empfing man als Tabellenvierter den Dritten aus Engelsbrand, den ambitionierten TSV Grundbach. Seit 360 Minuten hatte Goalkeeper Fabry keinen Gegentreffer mehr kassiert, dies sollte sich auf fast schon kuriose Art ändern. Man bezog mit 1:6 auf heimischen Platz Prügel, wobei nach dem 1:2 Anschlusstreffer Mitte der zweiten Halbzeit noch vier (!) Tore in knapp einer viertel Stunde fielen. Beendet wurde das Kalenderjahr auf einem guten 4. Platz, doch leider kam nach der Winterpause der Einbruch. Im Vergleich zur Vorrunde wurden 10 Punkte weniger gesammelt, sodass der SVL den guten Tabellenplatz nicht halten konnte und stetig im Klassement abrutschte. Erst gegen Ende hin gelangen drei Siege in Folge, sodass die abschließende Niederlage verschmerzbar war und man die Spielzeit als Siebter mit 46 Punkten abschloss.