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die 2000er…

Langsam, aber sicher nähern wir uns der Jahrtausendwende. Gerade im Milleniumsjahr konnte die Sparte Fußball einen weiteren großen Schritt in der Vereinsentwicklung abschließen. Am 22.07.2000 wurde nach dreijähriger Bauzeit der neue Sportplatz eingeweiht. Unter der Leitung von Walter Kronenwett haben viele Mitglieder eine große Zahl an Arbeitsstunden geleistet. Stellvertretend für viele andere Helfer seien hier insbesondere Erwin Wohlschlögel, Bernd Kronenwett, Bernd Stemmler, Ewald Rohrer, Gerhard Höger und Hans Rupp genannt. Neben dem Stadion steht nun zum einen ein weiteres Rasenspielfeld für die Trainingsarbeit zur Verfügung und der neue Platz diente auch als neue Heimspielstätte des SVL in Landesliga.

Am 20.08.2000 begann die Saison 2000/2001 mit dem Auswärtsspiel in Berghausen, das der SVL unerwartet hoch mit 2:8 Toren verlor. Auch in den folgenden Spielen kam Langensteinbach nur schwer in Tritt. Erst am 7. Spieltag gelang unserem Team der 1. Sieg. Von nun an ging es zwar steil bergauf beim SVL, trotzdem trat der langjährige SVL-Coach Karl Kornmüller nach der Heimniederlage am 21.10.2000 gegen Neudorf vom Traineramt zurück. Unter Interimstrainer Guido Röder, auch ein SVL-Urgestein, folgten weitere Siege und so wurde das Jahr 2000 auf einem hervorragenden 4. Tabellenplatz in der Landesliga Mittelbaden abgeschlossen. Ein schönes Ergebnis in einem historischen Jahr. Das neue Jahr startete mit Neu-Trainer Rolf Mayer dann direkt mit einer Niederlage und es war jedem klar, dass trotz der guten Ausgangsposition noch eine schwere Rückrunde bevorstehen würde. So kam es dann leider auch. Erst am 28. Spieltag wurde endgültig den Klassenerhalt gesichert.

Es war bereits vor der Saison 2001/02 für viele Freunde und Verantwortliche des SVL absehbar, dass diese folgende Runde eine der wichtigsten, aber auch schwersten Saisons der letzten Jahre geben würde, da in der 19er Liga die 5 Mannschaften am Tabellenende direkt absteigen und der 14. noch Relegationsspiele bestreiten müsste. Durch verschiedene Faktoren beeinflusst, hatte der SVL eine noch nie da gewesene Spielerfluktuation erlebt. 12 Spieler gingen, 12 Spieler kamen. So startete der SVL mit einem neuen Trainer Peter Masino in eine schwere Spielzeit. Den mittlerweile fast schon traditionellen Fehlstart in eine Saison aber auch er nicht verhindern.  So dümpelte die Elf bis zum Oktober auf den untersten Tabellenplätzen. Zum Ende der Vorrunde stand der SVL sogar auf dem Relegationsplatz der Landesliga. Doch schon am ersten Rückrundenspieltag konnte sich der SVL durch einen klaren Heimsieg auf den Relegationsplatz verbessern. Mit einem 1:3 Auswärtserfolg in Wilferdingen gelang dann die Wende und es ging fortan bergauf beim SVL, der sich nach dem Trainerwechsel von Masino zu (erneut) Guido Roeder stabilisieren konnte. Nach einer Galavorstellung beim 1:6 Auswärtssieg in Neuthard hatte der SVL frühzeitig den Klassenerhalt gesichert und konnte somit den weiteren Spielen sorglos entgegensehen. Am Ende landete die Mannschaft in der Abschlusstabelle der Saison 2001/2002 mit 51 Punkten und 68:64 Toren an zehnter Stelle.

In den beiden folgenden Jahren errichte der SVL jeweils den 12 Tabellenplatz. Durch den verminderten Abstieg in der Saison 2003/04 musste die Landesliga für die Spielrunde 2004/05 um eine Mannschaft aufgestockt werden. Dies hatte zur Folge, dass zum Rundenende 4 Vereine direkt in die Kreisliga absteigen mussten.

Nach guter Vorbereitung und den überraschenden Siegen im BFV-Pokal gegen den SV Spielberg und ehemaligen Bundesligisten SV Waldhof Mannheim ging der SVL mit großen Erwartungen in die Punktespielsaison 2004/2005. Man hoffte beim SVL auf einen guten Rundenstart, doch wieder kam mal wieder ganz anders. Schon im ersten Landesliga-Heimspiel der Saison 2004/05 verlor man zu Hause mit 1:3 gegen Brötzingen. Aber nicht nur das Ergebnis war enttäuschend, auch die Art und Weise, wie dieses Spiel verloren wurde, machte wenig Hoffnungen auf die weiteren Punktespiele. Diese pessimistische Sichtweise wurde durch die Ergebnisse der Vorrunde bestätigt. Dauerhaft hielt man sich in der Abstiegszone auf, erst gegen Ende konnte der Anschluss an das untere Mittelfeld einigermaßen hergestellt werden.

Nach einem mageren 1:1 Unentschieden gegen den ebenfalls stark abstiegsgefährdeten I.FC Kieselbronn trennte man sich von Ex-Profi Wolfgang Trapp, welcher Ende 2003 das Traineramt übernommen hatte. Unter Interimstrainer Reinhard Langer gelang dem SVL dann prompt ein unerwarteter 4:2 Heimsieg gegen den spielstarken 1. FC Birkenfeld. Neuer Trainer beim SV Langensteinbach wurde danach Sven Kuhlmann.

Das Achtelfinalspiel im Verbandspokal 2004/05 gegen den Amateuroberligisten TSG Hoffenheim II verlor der SVL am 07.11.2004 mit 3:5. Der SVL begann furios, führte nach knapp. halbstündiger Spieldauer sogar mit 3:0, musste dann aber noch kurz vor der Pause 2 Gegentreffer zum 3:2 hinnehmen. In der 2. Halbzeit hatte der SVL zunächst eine weitere gute Tormöglichkeit, die aber nicht verwertet werden konnte. Hoffenheim kam jetzt immer besser ins Spiel und siegte am Ende verdient.

Recht unglücklich startete der SVL in das Jahr 2005, denn die 0:1 Niederlage in Östringen in allerletzter Minute und das 1:2 bei Nöttingen II waren nicht notwendig. Sie brachten nicht die erforderliche Ruhe in die Reihen des SVL, der fortan einfach nicht mehr an die Leistungen bei den Spielen im November/Dezember 2004 anknüpfen konnte und Niederlage auf Niederlage hinnehmen musste. Erst im fünftletzten Spiel gelang mit dem 3:1 Heimsieg gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten 1 .FC Ersingen endlich wieder ein Erfolgserlebnis, doch danach verlor der SVL die letzten 4 Spiele und musste somit mit lediglich 20 Punkten und einem Torverhältnis von 50:79 den Weg zurück in die Bezirksliga (Kreisliga) Karlsruhe antreten.

Mit einer neuen Mannschaft, der vor allem mehrere aus der eigenen Jugend hervorgekommene Einheimische angehörten, versucht man in der Kreisliga Karlsruhe, Staffel 2, eine gute Rolle zu spielen. Schon die Vorbereitungsspiele unter dem neuen Trainer Raimund Krauth, der davor die 2.Mannschaft und die A-Jugend betreute, verliefen recht erfolgreich. Und tatsächlich spielte die Mannschaft eine gute Rolle. Leider galt im Kreis Karlsruhe immer noch die Regelung, dass der Meister nicht direkt aufsteigt, sondern in einem Entscheidungsspiel gegen den Staffelmeister der Kreisliga 1 den Aufsteiger ermittelt. Schon früh zog der Topfavorit FV Malsch dem SVL in der Tabelle davon und an ein enges Rennen war nur phasenweise zu denken. Eine gute Chance, Druck aufzubauen, wurde leider durch ein Heim-Remis gegen den Spitzenreiter vergeben. Als man am vorletzten Spieltag erneut aufeinandertraf, war der Aufstieg für Malsch schon in trockenen Tüchern. Beim 4:1 Sieg ließen sie dem SVL keine Chance und waren somit ein verdienter Aufsteiger in die Landesliga. Highlights der Spielzeit waren sicherlich die Heim-Kantersiege (jeweils 7:3) gegen die Nachbarvereine aus Busenbach und Ittersbach, gegen die man jedoch auch das Auswärtsspiele jeweils mit 1:2 verlor.  Der SVL schloss die Saison 2005/06 somit als Tabellenzweiter ab.

Auch im Jahr der Heimweltmeisterschaft 2006 spielte der SVL somit in der Kreisliga. Wie in der Vorsaison gab es allerdings mit den vorgenannten VfR Ittersbach und FC Busenbach in der Saison 2006/07 gleich zwei Vereine, die sich in der Endtabelle vor dem SVL platzieren konnten.

In der neuen Saison 2007/2008, in der weiterhin Dzemal Cerovac Spielertrainer der 1. Mannschaft des SVL blieb, wurde man wiederrum einen Platz nach unten gereicht und schloss die Saison als Tabellenvierter ab. Es war die letzte Spielzeit einer zweigeteilten Kreisliga, mit der Platzierung hatte der SVL das Minimalziel,

Qualifikation zur eingleisigen Kreisliga, mit 42 Punkten erreicht. Diese sollte in der kommenden Saison mit 21 (!) Mannschaften ausgespielt werden. Zu dieser Spielzeit hatte die Fußballabteilung einen großen Kaderumbruch zu bewerkstelligen, denn nicht weniger als 9 Spieler aus dem Team der 1. Mannschaft hatten den SV Langensteinbach verlassen und 11 neue Spieler kamen.

Schon im ersten Spiel zu Hause gegen den SC Bulach (der die Saison als abgeschlagener Tabellenletzter beenden sollte), das der SVL erst kurz vor Spielende knapp mit 2:1 gewann, wurde deutlich, welch schwere Aufgaben dem SVL noch im Laufe der Vor- und Rückrunde bevorstehen würde. Nach dem klaren 3:6 Auswärtssieg bei der SG Siemens gab es die ersten Rückschläge beim SVL, dessen Leistungen alsbald immer durchwachsener blieben. So dümpelte man in der Tabelle immer unterhalb des Mittelfeldes herum, wobei aber die Gefahr mit einem weiteren Absinken in die Nähe der Abstiegsränge immer akuter wurde. Das Fass zum Überlaufen brachte dann eine 4:3 Niederlage beim SC Wettersbach, denn 8 Minuten vor Spielende lag Langensteinbach noch mit 1:3 Toren in Führung. Man trennte sich in der Folge von Trainer Cerovac. Nachfolger als Trainer des SVL wurde der Ex-KSC-Spieler Michael Künast, der viele Jahre den FC Neureut trainierte. Nach Ende der Vorrunde lag der SVL mit nur 21 Punkten auf dem sechsletzten Tabellenplatz, nur einen Rang über dem Abstiegsplatz. In der Wechselperiode Il verließen dann weitere Spieler den SVL, der neben der Aktivierung einiger ehemals aktiven Spieler auch Jugendspielern der sehr erfolgreichen A-Jugend eine Chance in der 1. Mannschaft ab und damit sehr gute Erfahrungen machte. Eine lange Saison mit sage und schreibe 42 Spielen ging am letzten Spieltag der Saison 2008/09 zu Ende. Nach der schwachen Vorrunde hatte man sich in der Rückrunde doch erheblich gesteigert und man schloss die neu eingeführte, erstmals eingleisige Kreisligasaison mit Platz 12 und ausgeglichenem Torverhältnis ab.

In der nachfolgenden Saison übernahm Harald Heck den SVL. Doch bereits an Ostern trennten sich die Wege wieder, da die Mannschaft tief im Abstiegskampf steckte und der ehemalige Aktive und Ur-SVLer Thomas Guthmann übernahm für den Rest der Saison. Er führte die Mannschaft sogar noch zu einem guten 5. Platz.

Es waren unruhige Zeiten beim SVL, die Jahre nach dem Jahrtausendwechsel. Seit knapp 10 Jahren hatte fast kein SVL-Trainer mehr als eine Saison die Mannschaften trainiert. Jedoch ist auch im Amateuerfussball Kontinuität ein Schlüssel zum Erfolg. Kontinuität, die es in Langensteinbach zu Beginn der Nullerjahre leider nicht gab. Dementsprechend durchwachen waren die Ergebnisse auf dem Platz.

Doch das sollte sich in den 2010ern ändern…