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die 80er…

Nicht die volle Zustimmung bei Fans und Verantwortlichen fand die Neuverpflichtung von Spielertrainer Rolf Kahn für die Punkterunde 1979/80. Doch schon nach kurzer Trainingsdauer wurden auch die größten Pessimisten eines Besseren belehrt.
Die Zielsetzung von Rolf Kahn war ein Platz unter den ersten drei Mannschaften der Bezirksliga. Mit guten Ergebnissen gegen Landes- und Bezirksligateams wurden die Vorbereitungsspiele ausgetragen. Doch schon beim ersten Verbandsspiel auf eigenem Platz gegen Spessart folgte die Ernüchterung.
Nach glänzender erster Halbzeit und einem 2:0-Vorsprung gab es am Ende eine 2:3-Niederlage, wodurch die Stimmung und Euphorie beim SVL einen starken Dämpfer erhielt. Doch allmählich fand das Team wieder zu seiner in den Vorbereitungsspielen gezeigten Stärke zurück.
Als der Mannschaft am 11.11.1979 beim Spitzenreiter FG Rüppurr nach einem sehr guten Spiel einen 1:2-Auswärtssieg gelang und dadurch Rüppurr von der Tabellenspitze verdrängte, war sie nun endgültig auf Aufstiegskurs.
Zwar hatte sie gegen Saisonende noch einige Durchhänger, letztendlich errichte der SV Langensteinbach am Ende mit einem 2-Punkte-Vorsprung die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga Mittelbaden.

Nicht nur sportlich lief es am Anfang der 80er Jahre sehr gut beim SV Langensteinbach. Auch auf dem baulichen Sektor tat sich zu dieser Zeit einiges im Verein. Hinter dem Gemeindesportplatz wurde vom Sportverein ein Allwettersportplatz (Hartplatz) mit Kleinspielfeld gebaut. Die Einweihung der Sportanlage „Zur Wagenburg“ konnte am 17. 5. 1980, eine Woche vor Pfingsten, vorgenommen werden. Parallel zum Sportplatzneubau wurde von der Sparte Handball außerdem ein Nebengebäude errichtet, das ebenfalls rechtzeitig auf Pfingsten 1980 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden konnte.

Damit konnte „grünes Licht“ für die Abgabe des alten Sportplatzes an der Jahnstraße gegeben werden. Der Spielbetrieb wurde nunmehr in vollem Umfang im neuen Sportzentrum durchgeführt. Zur Vervollständigung des Sportzentrums musste noch ein Clubhaus erstellt werden. Die alte Turnhalle an der Jahnstraße, die viele Jahrzehnte Domizil des SV Langensteinbach war, entsprach nicht mehr den Erfordernissen. Nach 16 Monaten Bauzeit konnte am 15.8. 1981 auch das letzte Bauvorhaben, der Neubau des Clubhauses, abgeschlossen und die Sportstätte „Zur Wagenburg“ ihrer Bestimmung übergeben werden.

Der Aufstieg in die Landesliga brachte einen zuvor nicht gekannten Aufschwung in die Sparte Fußball. Verstärkt wurde die Mannschaft lediglich durch den Pfälzer Roland Wolff, der sich schnell als Volltreffer erwies und Torjäger der Mannschaft wurde. Hinzu kamen noch einige Spieler aus der A-Jugend. Ansonsten vertraute Trainer Kahn dem bewährten Stamm. Mit dem 12. Tabellenplatz beendete die Mannschaft die erste Saison in der Landesliga Mittelbaden.

Auch in der Saison 1981/82 gab es beim SV Langensteinbach in der Mannschaft kaum Veränderungen. Noch zwei Spieltage vor Saisonende sah der SV Langensteinbach wie der sichere Absteiger aus. Durch einen 3:2-Heimsieg gegen den FC Neureut und einen 0:3-Auswärtssieg in Stupferich konnte sich der SVL aber erneut den Klassenerhalt sichern.

Einen Trainerwechsel gab es beim SV Langensteinbach nach Abschluss der Punktespiele 1981/82. Anstelle des Erfolgstrainers Rolf Kahn wurde Hans Weger, der ehemalige Torjäger des 1. FC Pforzheim, verpflichtet und der langjährige SVL-Spielführer Bernd Kronenwett beendete seine aktive Laufbahn. Mit einem guten 6. Platz beendete der SVL die Vorrunde, und es schien, als ob Langensteinbach in dieser Saison von Abstiegssorgen befreit wäre. Noch einmal eng wurde es aber in der Schlussphase. Mit einem 2:3-Auswärtssieg in Stupferich gelang es dem SVL wieder, im letzten Saisonspiel den Klassenerhalt zu sichern.

Für die Saison 1983/84 wurde vom SV Langensteinbach als Spielertrainer der ehemalige KSC-Profi Raimund Kraut verpflichtet. Mit ihm hoffte man, vor allem dem Angriff mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Mit einem 0:1 -Auswärtssieg beim FC Neureut startete der SVL verheißungsvoll in die neue Saison. Dann verlor der SVL aber den Faden, und nach dem 10. Spieltag stand die Mannschaft von Trainer Kraut, der wegen einer Verletzung noch nicht eingesetzt werden konnte, mit 5:15 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Gegen Berghausen platzte dann endlich der Knoten. Man gewann 4:1, und nach drei weiteren Siegen konnte der Anschluss an das Mittelfeld hergestellt werden. Besser lief es in der Rückrunde, und am Saisonende belegte der SV Langensteinbach den 9. Tabellenplatz.

Im Januar 1984 wurde auf der Generalversammlung des Vereins dann eine Namensänderung beschlossen, die die Einbeziehung der sportlichen Vergangenheit des Vereins seit seiner Gründung auch nach außen dokumentieren sollte. Der Verein trägt seither die offizielle Bezeichnung „Sportverein 1899 Langensteinbach e.V.“

Erneut einen Trainerwechsel gab es im 5. Jahr der Zugehörigkeit des SV Langensteinbach zur Landesliga. Für Raimund Kraut, der beruflich nach Trier versetzt werden sollte und der deshalb das Training beim SVL nicht mehr hatte durchführen können, kam Werner Mumbauer von der FVgg Weingarten. Seine aktive Laufbahn nach über 800 Spielen für den SVL beendete Reinhard Langer. Voll integriert bei den Senioren wurde in der Saison 1984/85 Bernhard Raab, der bereits in der Vorsaison als siebzehnjähriger Jugendspieler das Trikot des SV Langensteinbach trug. Lange Zeit mischte der SV Langensteinbach an der Tabellenspitze mit, war nach der Vorrunde Tabellendritter und belegte am Ende der Saison einen hervorragenden 5. Tabellenplatz.

Noch besser als in der Saison 1984/85 war das Abschneiden des SVL im Spieljahr 1985/86. Mit einem hervorragenden 3. Tabellenplatz schloss der SV Langensteinbach diese Saison ab. 

Obwohl es in der Mannschaft des SV Langensteinbach gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen gab, lief es in der Vorrunde der Saison 1986/87 überhaupt nicht. Der Angriff, der in der vergangenen Saison neben dem Meister Wiesental die meisten Tore erzielte, hatte Ladehemmung. In 15 Spielen erzielte der SVL ganze 12 Treffer. Nach Abschluss der Vorrunde hatte Langensteinbach die „rote Laterne“ des Tabellenletzten und schien bereits als Absteiger festzustehen. Im ersten Spiel der Rückrunde gab es noch einmal in Durlach-Aue eine 0:3-Niederlage. Durch einen 1:2-Auswärtssieg beim KFV wurde dann aber eine Erfolgsserie eingeleitet, die der Mannschaft in 14 Spielen 22:6 Punkte brachte. Nur eine recht unglückliche Niederlage beim Meister FC Forst musste der SVL in dieser Zeit hinnehmen. Am Saisonende hatte Langensteinbach noch einen guten 5. Rang erreicht, was nach Ende der Vorrunde selbst die größten Optimisten nicht mehr erwartet hatten. Mit Bernhard Raab verlor der SV Langensteinbach nach Saisonende 1986/87 allerdings seinen Stürmerstar an die Amateure des KSC. Dort sollte er es sogar bis zum Bundesliga-Stürmer der Profis bringen.

Ohne Karl Kornmüller und Ewald Rohrer, die beide ihre aktive Laufbahn beendeten, begann der SVL die Saison 1988/89. Nach Ende der Vorrunde lag Langensteinbach auf einem guten Mittelplatz. Durch den Ausfall von Spielertrainer Mumbauer, und weiterer Verletzter verlor der SVL danach viermal in Folge, was ein Abgleiten in die Abstiegszone zur Folge hatte. Nach dem 2:0-Heimsieg im vorletzten Spiel gegen Knielingen schien der SV Langensteinbach aber endgültig in Sicherheit zu sein, bis dann durch ein Spruchkammerurteil die Abstiegssituation noch einmal durcheinandergewirbelt wurde. Zum Glück gewann aber der bereits als Absteiger feststehende FV Calmbach sein Heimspiel gegen Karlsdorf, das durch seinen Protest die ganz Angelegenheit ins Rollen brachte, sodass selbst die 0:1 -Niederlage des SVL beim Tabellenletzten FVgg Weingarten ohne Folgen blieb. Mit dem 12. Tabellenplatz konnte sich der SV Langensteinbach auch im 9. Jahr in der Landesliga behaupten.