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Die 70er…

Im Spieljahr 1969/70 konnten unsere Fußballer sogar den 4. Tabellenplatz erringen.

Für die kommende Saison 1970/71 versprach man sich einiges — doch dem sollte nicht so sein. Gleich im ersten Spiel stellte sich das Verletzungspech ein, das während der gesamten Vorrunde kaum noch von unserer Seite wich. Außerdem lief das Spiel der Männer vom SVL einfach nicht mehr so richtig.

Dies schlug sich auch auf den Tabellenplatz nieder. Nach Abschluss der Vorrunde trug der SV Langensteinbach die Rote Laterne, und es sah ganz nach Abstieg aus. Erst in den letzten Spielen raffte man sich noch einmal auf. Aus den drei letzten Begegnungen holte sich der SVL 5 Punkte, und nach Abschluss der Saison belegte er punktgleich mit dem TSV Weiler die beiden Plätze am Tabellenende. Das bedeutete, der Absteiger musste in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz ermittelt werden.

Dieses Spiel wurde am 9. 5. 1971 auf dem Sportplatz in Auerbach ausgetragen. Auf den Rängen des Stadions hatten sich über 2000 Zuschauer eingefunden. Keiner wollte sich diese spannende Begegnung entgehen lassen. Was man sich von diesem Spiel versprochen hatte, trat auch ein. In einem packenden Kampf konnte die Mannschaft des SV Langensteinbach den TSV Weiler klar mit 3:0 Toren bezwingen. Das bedeutete den Klassenerhalt. — Ein schönes Jubiläumsgeschenk zum 50. „Geburtstag“ der Fußballer!

Mit dem 1. Januar 1971 hatte sich auch politisch für die Langensteinbacher einiges geändert, denn man war nun keine eigenständige Gemeinde mehr, sondern ein Ortsteil der neuen Gemeinde Karlsbad.

Für das Spieljahr 1972/73 hatte sich Langensteinbach durch Spielertrainer Manfred Hotz, einen ehemaligen Bundesligaspieler des Karlsruher SC, verstärkt. Nach anfänglich guten Leistungen und mit dem 5. Platz nach Abschluss der Vorrunde fiel die Mannschaft aber in den Rückrundenspielen durch das verletzungsbedingte Fehlen von Spielertrainer Hotz stark zurück. Mit dem 9. Tabellenstand konnte der SV Langensteinbach am Ende der Saison aber noch eine gute Platzierung erreichen.

Als weiterer Meilenstein in der Geschichte des Sportvereins 1899 Langensteinbach kann die Einweihung der neuen Sportanlage im Schul- und Sportzentrum der Gemeinde Karlsbad im Gewann Schelmenbusch 1973 bezeichnet werden. Zwar wurde weiterhin auf dem Sportplatz in der Jahnstraße trainiert, die Meisterschaftsspiele fanden jedoch schon im neuen Stadion statt.

Hochgestreckt waren die Erwartungen bei Rundenbeginn 1974/75. Der Saisonstart ging aber kräftig daneben, denn zum Auftakt schlug der Neuling ATSV Mutschelbach den haushohen Favoriten SV Langensteinbach auf eigenem Platz mit 2:3 Toren. Von dieser Niederlage erholte sich der SVL nur sehr schwer. Nach Rundenschluss errang die Mannschaft aber doch noch einen guten Mittelplatz

Nach der verkorksten Saison 1974/75 sollte es im Spieljahr 1975/76 besser werden beim SV Langensteinbach. Die Mannschaft gehörte auch lange Zeit zu den Titelaspiranten. Als dann aber gegen Saisonende die Kräfte nachließen und sich auch Verletzungen bei einigen Leistungsträgern einstellten, schied die Mannschaft durch eine 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Grötzingen endgültig aus dem Kreis der Titelanwärter aus. TSV Wöschbach, VfB Grötzingen und SV Langensteinbach lautete am Ende der Saison die Rangfolge in der Abschlusstabelle der A-Klasse, Staffel 2.

Vor Saisonbeginn 1976/77 wurde bei der Kreistagssitzung am 18. 5. 1976 in Grötzingen festgelegt, dass die fünf erstplatzierten Vereine der A-Klassen-Staffeln 1 und 2 in die beiden neu zu bildenden Bezirksligen Karlsruhe/Bruchsal und Karlsruhe aufsteigen werden, während der jeweilige Tabellenletzte in die B-Klasse absteigen muss. Alle anderen A-Klassenmannschaften werden zusammen mit den ersten drei B-Klassenvertretern der Staffeln 1 bis 3 die künftigen Kreisligen A bilden.

So war die Zielsetzung vor Beginn der Saison 1976/77, mindestens Platz 5 in der Schlusstabelle zu erreichen. Im letzten entscheidenden Spiel der Saison 1976/77 hatte es der SVL auf eigenem Platz in der Hand, zu jenen Mannschaften zu gehören, die neben dem Staffelmeister der Bezirksliga zugeteilt werden. Mit 0:1 gewann aber die SpVgg Söllingen das entscheidende Spiel und schaffte damit den Aufstieg in die Bezirksliga, während der SVL ein weiteres Jahr in der A-Klasse spielen musste.

Mit dem neuen Spielertrainer Dietmar Vollmer als Torhüter und einer sehr jungen Mannschaft ging der SV Langensteinbach in die Saison 1977/78. Vom ersten Spieltag an setzte sich das Team des SVL an die Tabellenspitze. Schon vier Spieltage vor Rundenschluss stand Langensteinbach als Meister und damit Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Erst am letzten Spieltag musste der SVL seine erste und einzige Niederlage in Pfaffenrot hinnehmen. Auch bei den Kreismeisterschaftsspielen gegen den FV Daxlanden war der SVL deutlich überlegen und gewann beide Begegnungen mit 4:2 und 4:0 Toren.

Durch die souveräne Art des Aufstiegs aus der A-Klasse erhoffte man sich auch ein gutes Abschneiden in der Bezirksliga. Doch der SVL tat sich unerwartet schwer im ersten Jahr seiner Bezirksligazugehörigkeit, wo er nach Abschluss der Saison 1978/79 nur den viertletzten Tabellenplatz erreichte. Dennoch geht es danach weiter in der Bezirksliga in die 80er Jahre.